Kekse

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Abgehobene Stadtfahrradbahnen

Oldenburg hat auf den großen Ein- und Ausfallstraßen ein Platzproblem. Zumindest in der Breite, aber noch oben ist noch Luft.

Eine Idee: Entwicklung eines Fahrradschnellwegenetz auf Etage 1. Wir erleben täglich die vollen Straßen, verstopfte Kreuzungen, angespannte oder aggressive Verkehrsteilnehmer, Unfälle zwischen PKW- und Fahrradfahrer*innen sowie Konflikte mit Fußgänger*innen. Kurz gesagt: Die Straßen und Wege sind zu voll und werden immer voller! Laut NWZ soll einer aktuellen Studie zu Folge der PKW-Verkehr in Oldenburg in den nächsten Jahren um 50% zulegen.

Die nachfolgenden Projektbausteine wirken zusammen, sind allerdings auch als optionale Bausteine zu verstehen, um nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umsetzen zu müssen.

Das Netz:

„Fahrradbahnen“ über jeder Hauptverkehrsachse im Stadtgebiet von der Innenstadt bis ins unmittelbare Umland (Nadorster Straße, Alexander Straße, Ofener Straße, Ammerländer Heerstraße, Bloherfelder Straße, Edewechter Landstraße, Hundsmühler Straße, Gartenstraße, Bremer Heerstraße, Cloppenburger Straße, Bahnhofstraße, Holler Landstraße, Donnerschweer Straße, Innenstadtring und noch sinnhafte Querverbindungen).

Das Netz wird hochgelegt:

Die „Stadtfahrrad(hoch)bahn“ steht auf Stelzen (oder einer Art Hängebrückensystem), hat eine Brüstung und verläuft über auf einer eigenen Ebene über der Fahrbahn von Hauptverkehrsstraßen. Es gibt Ein- und Ausfahrten in Form von langgezogenen Rampen mit einer überwindbaren Steigung sowie kleine Ausbuchtungen als Rastplätze. Zudem gibt es an zentralen Knotenpunkten Aufzüge, um der Barrierefreiheit gerecht zu werden. Auf der Stadtfahrradbahn gibt es keine PKW, keine Motorräder und keine Fußgänger. Fahrräder können auf breiten Spuren in zwei Richtungen sehr schnell und viel sicherer vorankommen, ohne Ampeln, ohne ständige Kreuzungen (bis auf wenige Ausnahmen) und ohne gefährliche Situationen mit andern Verkehrsteilnehmer*innen. Damit sind sie im Durchschnitt deutlich schneller unterwegs als jeder Autofahrer unter ihnen. Eine einfache Beschilderung weist den Weg. E-Bikes, Pedelecs, Lastenfahrräder, Segways und Tretroller (E-Scooter) sind ebenfalls erlaubt.
Die Idee ist im Übrigen keine Weltneuheit. Kopenhagen hat bereits eine Fahrradhochstraße zumindest streckenweise entwickelt (Bilder unter https://www.mdr.de/wissen/kopenhagen-104.html). wir sehen: Was bei Stadtautobahnen und Bahntrassen geht, sollte für die Radinfrastruktur auch möglich sein.

Das Netz endet an Park & Bike Stationen:

Natürlich soll nicht nur die Stadtbevölkerung von dem Angebot profitieren, sondern auch Pendler*innen, die im Umland wohnen oder arbeiten. Bei Nutzung von Park & Bike Stationen geht der Verkehrsdruck auf den Stadtstraßen in den Stoßzeiten deutlich zurück.
Jeweils am Stadtrand oder in den Nachbarkommunen entstehen große Parkplätze. Ab hier geht es mit einem Shuttle oder (E-)Fahrrad weiter. Entsprechende Stationen gewährleisten das sichere Abschließen des eigenen Fahrrads oder man nutzt die zur Verfügung stehenden Leihfahrräder der Stadt Oldenburg. An den Bike-Stationen befinden sich zudem ausreichend viele E-Ladestationen.
Nachfolgend eine Abbildung der bis hier beschriebenen Idee. Natürlich muss nicht das ganze Netz in einem Projekt realisiert werden. Vielleicht könnte zunächst eine Teststrecke über der Alexanderstraße vom Fliegerhorst, dem neuen Wohnquartier der Stadt, bis in die Innenstadt als Modellprojekt entstehen, um die Vorzüge deutlich zu machen.

 

Eigene Darstellung, Hintergrund: Geo-Daten von Openstreetmap.org

On top: Das Netz wird überdacht:

Nicht alle fahren gern im Regen Rad. Die Bequemlichkeit der Menschen ist das zentrale Hindernis, das  Autos gegen das Fahrrad zu tauschen. Warum dann nicht eine Stadtfahrradbahn mit Dach?
Das Dach produziert Strom: In Zeiten des Klimawandels sind erneuerbare Energien gefragter und nützlicher denn je. Mit diesen Photovoltaikanlagen kann Strom für die unaufhaltsame E-Mobilität gewonnen werden. So können entlang der Stadtfahrradbahn an wichtigen Stellen E-Ladestationen angeboten werden. Möglicherweise können auch LED-Werbeflächen den erzeugten Strom nutzen, die wiederum zur Finanzierung beitragen können. Der übrige Strom wird in das Netz eingespeist und generiert damit Einnahmen für die Stadt.

Ziele und Mehrwerte für Oldenburg:

  • mehr Radverkehr in Oldenburg
  • Reduzierung des Verkehrsdrucks auf überfüllten Straßen
  • Reduzierung des PKW-Verkehrs
  • pünktlichere Busse und damit mehr Akzeptanz für den ÖPNV
  • weniger Feinstaub und CO²-Ausstoß mit positiven Auswirkungen für den Klimaschutz
  • gesündere Bevölkerung, was sich wieder positiv auf die Situation der medizinischen Versorgung in der Stadt auswirkt
  • weniger Lärm für die Wohnbevölkerung
  • mehr Sicherheit im Straßenverkehr, weniger Konfliktpotenzial und weniger Unfälle
  • immenser Imagegewinn für die Stadt Oldenburg als Fahrradstadt Nummer 1 in Deutschland mit positiven Effekten auf den Wohn- und Wirtschaftsstandort Oldenburg
  • Pendeln nach Oldenburg würde wieder Spaß machen