Kekse

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Gefilterte Durchlässigkeit

Groningen ist mit knapp 200.000 Einwohner*innen nur ein wenig größer als Oldenburg und gleichermaßen eine Fahrradstadt. Warum also nicht mal über die Grenzen schauen und sich von den Niederlanden etwas abgucken?

>> Wer es lieber bewegter hat: https://www.youtube.com/watch?v=1Mr4THWBGaw

Bereits im Jahr 1977 wurde das Prinzip der “gefilterten Durchlässigkeit” eingeführt, welches den nicht-motorisierten Verkehr fördert, während der motorisierte Verkehr Umwege in Kauf nehmen muss.

Die Innenstadt wurde innerhalb eines vierspurigen Rings in vier Sektoren eingeteilt, deren Grenzen man zwar mit dem Fahrrad, aber nicht mit dem Auto durchfahren kann. Somit kann ein*e Autofahrer*in nicht den direkten Weg von einem in einen anderen Sektor fahren, sondern muss einen Umweg über den Innenstadtring in Kauf nehmen.

Der Erfolgt ist groß: Das Fahrrad ist mit Abstand das schnellste, bequemste und günstigste Fortbewegungsmittel in Groningen. Der Anteil des Rads am Gesamtverkehr liegt bei ca. 60%. Das Fahrrad wird zur besten Alternative für die Wege in der Stadt, das motiviert Viele zum Umstieg vom Auto aufs Rad. Es gibt weniger Lärm und eine geringere Luftverschmutzung.

Und so sieht es aus

Autofilter Groningen

Quelle: https://www.zukunft-mobilitaet.net/34091/urbane-mobilitaet/groningen-niederlande-radverkehr-dokumentation/

Die heutige Verkehrssituation ist aber nicht frei von Kritik. Insbesondere Konflikte mit dem Fußverkehr bestehen durch die vielen Räder, die auf Gehwegen und vor Hauseingängen abgestellt werden. Dazu hier ein Interview mit dem Groninger Baudezernenten aus der Zeit online (das Interview beschreibt das Modell insgesamt sehr gut) und eine Kritik aus dem Tagesspiegel von 2014

Zurück in Oldenburg:

Ein kritischer Blick auf die Fläche zeigt, dass das in Sektoren eingeteilte Zentrum Groningens nicht viel größer ist als die Oldenburger Innenstadt, die bekanntermaßen komplett autofrei ist. Dennoch könnte das Prinzip auf Oldenburg übertragen werden.

Wir denken das Prinzip der “gefilterten Durchlässigkeit” mal weiter: Unser vierspuriger erweiterter Innenstadtring könnten die Autobahnen A28, A239, A29 und die Nordtangente werden. Die bekannten Wohnquartiere werden unsere Sektoren und die großen Einfallstraßen (u. a. Nadorster Straße, Alexanderstraße, Ofener Straße) die Grenzen. Nun könnte man sich als Bewohner*in der Bürgerstraße in Donnerschwee entscheiden: Fahre ich mit dem Auto zur Nordtangente und über die Autobahn zum Olantis oder nehme ich nicht doch lieber das Fahrrad und bin viel schneller, kostengünstiger und umweltfreundlicher unterwegs?

Weitere Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Groningen#Stra%C3%9Fenverkehr

https://www.zukunft-mobilitaet.net/34091/urbane-mobilitaet/groningen-niederlande-radverkehr-dokumentation/