Kekse

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Grüne Korridore

Werdet Ihr auch das Gefühl nicht los, dass die gesamte Stadt – mit Ausnahme der Fußgängerzone – eine einzige großflächige Autozone ist? Man kann vom Stadtbild mit seinen Verkehrswegen vermutlich nicht ein einziges Foto schießen, auf dem mal kein Auto zu sehen ist.

Im Sinne der Gleichberechtigung aller Verkehrsträger sieht das Konzept die Einführung von Fahrradzonen vor, die aufgrund neu geschaffener Freiräume zu Grünen Korridoren mit einer ungeahnten Lebensqualität werden können.

Grüne Korridore
Eigene Darstellung

 

Stellt euch das mal vor:

  • Ausgehend von der Innenstadt werden die Fahrradzonen / Grünen Korridore parallel zu den Hauptverkehrsstraßen angeordnet.
  • Die Korridore können bis zu drei Straßenzüge breit sein (je nach Situation vor Ort).
  • Innerhalb dieser Zonen ist das Parken von PKW auf den öffentlichen Straßen und Wegen untersagt (Ausnahme: notwendige Parkplätze für Menschen mit Behinderung, ggf. in Tiefgaragen oder auf Privatflächen).
  • Anwohner*innen dürfen temporär mit max. Schrittgeschwindigkeit einfahren (stationäre Blitzer kontrollieren die Geschwindigkeit), um z. B. den Einkauf aus- oder die Koffer einzuladen, dürfen dann aber nicht im öffentlichen Raum parken.
  • Der freiwerdende öffentliche Raum der Straßen und Wege kann mit Fokus auf Rad- und Fußverkehr neu gestaltet werden (grüner, sportlicher, abwechslungsreicher, gemütlicher)
  • Innerhalb einer Fahrradzone soll ein ausreichend breiter Fahrradschnellweg ohne Ampeln und PKW-Verkehr eine schnelle Verbindung in die Innenstadt und zu anderen Stadtvierteln gewährleisten.
  • Alle anderen Flächen können individuell als „open space“ gestaltet werden (z. B. Spielflächen mit Spielgeräten, Wiesen, Blühflächen, Baumalleen, Inliner-Parcour, Finnenbahn / Laufstrecke, Plätze mit Sitzmöglichkeiten, Kunstobjekte, Musikkultur mit Bühnen uvm.). >> Es entsteht eine völlig neue Lebensqualität! Jetzt merkt man erst einmal, wie viel Raum uns das Auto entzieht und wie anders das Leben in einer Stadt sein könnte.
  • Für jede/n Anwohner*in eines Quartiers stehen gemeinsam genutzte Pool-Fahrzeuge am Rand der Fahrradzonen zur Verfügung (Stichwort: Car-Sharing).
  • Alternativ können die Autos auch in Quartierparkhäusern am Rande der Fahrradzonen abgestellt werden (strategisch sinnvoll platziert, damit auch Gäste die Parkhäuser nutzen können) oder die Bewohner*innen verzichten einfach gänzlich auf eigene PKW.
  • Die Fahrradzonen mit Fahrradschnellwegen bilden gleichzeitig auch eine nicht zu durchfahrende Grenze für den Durchgangsverkehr von einem Stadtviertel in das nächste (vgl. Konzeptskizze Autofilter ).

Mit diesem Konzept hätten wir grüne, ruhige, entschleunigte, saubere und autofreie Korridore in jeder Himmelsrichtung unserer Fahrradstadt. Es entstünden völlig neue und kreative öffentliche Straßenbilder. Man trifft sich wieder vor dem Haus, um zu spielen, zu klönen oder das Quartier zu verschönern. Eine nie dagewesene Qualität des sozialen Miteinanders und klimaschonend obendrein. Vernetzte grüne Korridore durch das gesamte Stadtgebiet – für die Menschen und nicht für die Autos!