Kekse

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Park+Ride+Bike in & um OL

(vorläufige Version, Stand: 24.03.2020)

Tagtäglich pendeln nicht nur bis zu 42.000 Berufspendler*innen (IHK 2018; Bundesagentur für Arbeit 2018) in die Stadt Oldenburg rein und raus, sondern auch eine Vielzahl von Menschen kommt für Einkäufe, Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten nach Oldenburg. Der Großteil davon benutzt dafür den Pkw. Das sorgt nicht nur für gesundheitsschädliche Lärmbelastung und Luftverschmutzung, klimaschädlichen Emissionen, Unfälle und Stress, sondern braucht enorm viel Platz, den wir in der Stadt doch sowieso nur so knapp und ungleich verteilt haben. Es braucht eine attraktive Alternative, welche Menschen aus der Umgebung und den ländlichen Regionen den Besuch in der Stadt ermöglicht. Dass es anders möglich ist, zeigen uns andere Städte wie unsere Nachbarstadt Groningen (Niederlande) (Groningen-Info 2020) oder die Stadt Offenburg (Deutschland) (VCD 2020).

Lage von P+R+B in OL

Dazu bedarf es u.a. ein neues, verbessertes und erweitertes P(ark)+R(ide) System. Um den Umstieg vom pendelnden Pkw-Verkehr auf den ÖPNV, die Schiene und das Fahrrad (+B = bike) zu ermöglichen sind neue – bisher noch nicht bestehende P+R+B Plätze notwendig. Die Karte zeigt potenzielle Bereiche für P+R+B Plätze (blau umrahmt) am Stadtrand von Oldenburg. Diese sollten an den aus dem Umland kommenden „wichtigen Verkehrsachsen“ (z.B. Autobahnabfahrten, Hauptstraßen, Gewerbegebieten) liegen und eine „frühzeitige Umlagerung“ und gute Anbindung bieten, wie es auch im Green-City-Plan der Stadt Oldenburg empfohlen wird (Stadt Oldenburg 2018, S.58).  
Gleichzeitig sind die bereits bestehenden und innenstadtnahe P+R Plätze (schwarz umrahmt) in Oldenburg unter dem Autobahnring und an der Weser-Ems-Halle dringend erneuerungs- und ergänzungsbedürftig (z.B. +Bike).
Zusätzlich sind auch die vorhandenen Bahnhöfe und Bahn-Haltepunkte zu multimodalen Verkehrspunkten (z.B. +bike und bike sharing) auszubauen. Dies umfasst auch die Schaffung weiterer Bahn-Haltepunkte u.a. z.B. in Ofenerdiek und Krusenbusch (rotgestrichelte Kreise).
Mobilitätsstationen [dazu hier irgendwann mehr] auf der (pink umkreist) sind innenstadtnahe Punkte, an denen zwischen verschiedenen Mobilitätsformen gewechselt werden kann, so dass der Pkw in der Stadt überflüssig wird. An solchen zukünftigen Mobilpunkten könnte es also Zugang zu: car sharing, Pedelec-, Roller- oder Scooter-Verleih, Lastenfahrräder-Stationen, Park+ Ride, Taxi, Bus und Bahn geben.

Karte: Potenzielle P+R+B, Bahn-Haltepunkte und Mobilstationen - und bestehende P+R und Bhf (Eigene Darstellung verkehrswandel.de)

Was sollten die P+R+B Stationen bieten?

  • Zunächst eine gut sichtbare und verständliche Ausschilderung (einheitliches Corporate Design) zum P+R+B Bereich, egal von welcher Himmelsrichtung du kommst
  • Zusätzlich sollte auf der Stadt Oldenburg Homepage eine simple übersichtliche Information zu allen Plätzen mit genauen Angaben zu Busverbindungen (Buslinien, Richtungen, Bushaltestellen, Preise, etc.), Echtzeit-Parkplatzverfügbarkeit, etc., zu finden sein.
  • Vor Ort zeigen Informationstafeln an jedem P+R+B Platz die Parkplatzverfügbarkeit, einen Stadtplan und mögliche Busverbindungen
  • Elektronische Anzeigen informieren in Echtzeit über die Abfahrt der Busverbindungen
  • Die komfortable Bushaltestelle:  direkt vor Ort, überdacht (regen- und winddicht!), gut ausgeleuchteten und mit ausreichend Sitzplätzen
  • 1 Ticket für Parkengebühren + Hin- und Rückfahrt mit dem Bus  der Preis ist stets deutlich günstiger als Parkmöglichkeiten in der Stadt (für Berufspendler*innen gibt’s ein Monatsticket)
  • Gute und schnelle Bus-Taktung (5-10 Minuten Takt) mit zusätzlichen Expresslinien ins Stadtzentrum und zurück
  • Ausreichend Pkw- Abstellmöglichkeiten. Um Platz zu sparen, sind auch Parkhäuser oder Gewerbegebiete denkbar, um Flächenversiegelung zu vermeiden
  • Abschließbare Fahrradboxen, damit das Rad sicher und trocken steht (evtl. mit integrierter Steckdose zum Laden von e-bikes)
  • Überdachte Fahrradabstellbügel
  • Bike-sharing Station zum Ausleihen von verschiedenen Rädern für alle
  • Car-sharing-Angebote (für Fahrten stadtauswärts)
  • Die Möglichkeit dein E-Auto zu laden, am besten mit Strom erzeugt über die Photovoltaikanlagen vor Ort
  • Installation einer Mitfahrerbank (wie z.B. in Varel)
  • Und: jede Station sollte so gebaut werden, dass sie anpassungs- und entwicklungsfähig für zukünftigen Mobilitätsbedarf ist (z.B. Entwicklung neuer Buslinien)

Was muss gleichzeitig passieren damit das funktioniert?

  • Den Parkraum innerhalb des Autobahnrings reduzieren. Dadurch wird auch der Parkplatzsuchverkehr in Wohngebieten weniger und Flächen für neue Nutzungen werden frei
  • Parkgebühren für innenstadtnahe Parkflächen werden deutlich teurer, zeitlich begrenzt und steigen bei hoher Nachfrage (damit finanzieren sich neue P+R+B Plätze sowie der kostengünstige Busverkehr)
  • Mehr Busspuren, damit der Bus wirklich die schnellste Verbindung ist
  • Attraktive und sichere Rad-Abstellanlagen im Anschluss in der Innenstadt
  • Stadtnahe Bahnhöfe als Verknüpfung von Bahn und ÖPNV
  • Zügiger Ausbau weiterer Bahnhaltepunkte in und um Oldenburg

Da fehlt noch was? Dann frag uns nach der detaillierten Version des Konzepts (zurzeit in Arbeit)