Kekse

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Wiener Schulstraßen

©Christian Fürthner/Mobilitätsagentur Wien

Die Idee kurz und knapp

Das ist die Schulstraße

  • ein temporäres Fahrverbot in den Zufahrtsstraßen zur Schule
  • gilt ab ab 30 Minuten vor Schulbeginn
  • gilt für alle Kraftfahrzeuge, Fahrradfahren bleibt erlaubt

Der Clou:

  • Einfache und kostengünstige Umsetzung: Fahrverbotsschilder aufhängen, Bewegliche Absperrungen anschaffen, Anlieger und Elternschaft informieren (... und den Erfolg feiern!)

Das Ziel

  • Sicherheit auf Schulwegen steigern
  • Dem Bewegungsmangel der Schüler*innen begegnen
  • Elterntaxis reduzieren

Gut für OL?

Etwas konkreter:

Um die Schulwegsicherheit zu erhöhen wurde 2018 in der "Vereinsgasse" in Wien die erste Schulstraße eröffnet. Hier gilt zwischen 7:45 und 8:15 Uhr ein Durchfahrtsverbot für alle, außer Fahrräder. Dazu wurden Durchfahrts-Verbotsschilder aufgehängt und die Straße wird jeden Morgen mit einem Scherengitter als physische Absperrung abgesperrt. Dies erledigt die Schule.

Der Pilotversuch in der Vereinsgasse wurde evaluiert (Endbericht). Im Ergebnis konnte die Sicherheit gesteigert und das Verkehrsaufkommen deutlich reduziert werden. Der Bringverkehr - das Elterntaxi - ist aber nicht nur innerhalb der abgesperrten Schulstraße stark zurückgegangen, sondern im ganzen Viertel. Das Mobilitätsverhalten der Kinder hat sich geändert, viele sind nach Einführung der Schulstraße selbstständig unterwegs. Damit lernen die Kurzen: Es geht auch ohne Auto. Damit wurden die Ziele alle erreicht!Besonders wichtig aber auch: Die Reaktionen der Eltern und Schüler*innen sind sehr positiv (über die der Anlieger haben noch nichts gelesen).

Und weil es so gut funktioniert, gibt es mittlerweile (Jan 2020) in Wien an vier Standorten Schulstraßen. Teilweise gilt sie auch 30 Min. vor Schulschluss. Und auch in anderen österreichischen Städten und Regionen wird das Modell erfolgreich angewand (z.B. in Salzburg, Tirol). In Graz gibt es seit2018 eine "Schulstraße light". Hier wurde der Schulbereich ganztägig mit einem Fahrverbot belegt (Anlieger frei) und Abseits der Schulstraße Elterntaxi-Haltestellen eingerichtet. Außerhalb Österreichs ist ein Interesse aus Krakau, Berlin und Montreal verbrieft.

Quellen: