Kekse

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echte Spielstraßen

© peter steudtner / gethsemaneplatz.de (vielen Dank an www.spielstraßen.de!)

Das ist die "echte" Spielstraße

  • eine Straße, in der kein Fahrzeug fahren darf (kein Auto, kein Rad), aber Kinder auf der Fahrbahn spielen dürfen
  • geht auch sehr gut temporär, z.B. nur Sonntagnachmittag

Der Clou:

  • kostet nur ein Schild und etwas Anliegerinfo. Billiger geht's nicht.
  • kein Umbau notwendig
  • 100% reversibel (Ausprobieren ist also leicht möglich)

Das Ziel

  • Kindern sicheren Platz in der Stadt einräumen
  • Spielraum für die Kleinen ist ein Kieztreff für die Großen: Nachbarschaften lernen sich kennen
  • Dem Bewegungsmangel begegnen

Gut für OL?

  • Na aber klar! Wo können Kinder denn sonst Fahrrad fahren lernen, den Roller mal richtig ausfahren und den Topf Straßenmalkreide aufbrauchen?
  • insbesondere interessant in den innerstädtischen Quartieren, in denen verkehrsberuhigte Zonen rar sind - und die auch keinen vergleichbaren Spielort darstellen.

Etwas konkreter:

Verkehrsberuhigte Zonen kennen wir alle. Es gilt Schrittgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge (an die sich die wenigsten halten). Das Blaue Schild mit der Straßenszene suggeriert: Hier kann gespielt werden. Das klappt aber wohl nur als Sackgassen in den reinen Wohngebieten. In verkehrsberuhigten Zonen als Durchfahrtsstraße (Bsp. Bürgerstraße/Donnerschweer Str., Milchstraße,...) spielt kein Kind.

In "echten" Spielstraßen hingegen darf gar kein Fahrzeug fahren. Sie ist mit dem Durchfahrt-Verboten-Schild samt Zusatzschild "ballspielendes Kind" gekennzeichnet. Das Zusatzschild ist dabei ein Zusatz, gespielt werden darf hier auch ohne. "Echte" Spielstraßen sind sehr rar.

Aktuell durch Corona

Neu auf dem Schirm einiger deutscher Planer*innen sind temporäre Spielstraßen durch Corona. Wenn Spiel- und Bolzplätze gesperrt sind und in dichten Städten schlicht Fläche fehlt, auf der auf Abstand gespielt werden kann, sind Spielstraßen eine gute Option. Vor allem auch, weil die rechtlichen Voraussetzungen bestehen und die Umsetzung sehr kostentengünstig ist. Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat bereits 18 temporäre Spielstraßen ausgewiesen (z.B. die Bänschstraße, Sonntagnachmittag von 13-19 Uhr) und überprüft aktuell die temporäre Sperrung von 30 Straßen, insbesondere dort, wo Grünflächen fehlen.

Geht aber auch ohne Pandemie: In London gibt es bereits über 100 "playstreets" (s. hier)

Oldenburg ist nicht dicht genug besiedelt?

Aus unserer Sicht sind (temporäre) Spielstraßen nicht nur eine Lösung für besondere Zeiten. Und auch nicht nur für die urbanen Zentren der Welt. Denn lang nicht alle Oldenburger*innen haben einen Zugang zum Garten und das Angebot öffentlicher Grün- und Freiflächen ist nicht gerade üppig.

Außerdem: Die Fahrbahnfläche ermöglicht freies Spielen und das Fahren (üben) mit dem Ein- und Zweirad, Roller, Inlinern, Skate-, Long-, Snake-, Wave- und allen sonstigen Brettern mit Rollen. Ein Idealer Raum für Ball- und Bewegungsspiele jeder Art und für die Straßenmalkreide. Und ganz nebenbei kommt so die Nachbarschaft mehr zusammen (In Berlin wird auch schon von Nachbarschaftsstraßen gesprochen!). Es entsteht ein neuer Kommunikationsort, mehr Lebensqualität für alle - und ein Beitrag zur Mobilitätswende!