Kekse

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Ziele

10 Ziele & viele Forderungen

Oldenburg braucht ...

Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur

1. eine Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur, die sicher, barrierefrei, intuitiv, schnell, komfortabel und grün ist.

Wir fordern eine Infrastruktur mit G[OL]d-Standard!

G[OL]d-Standard

Wir fordern einen Oldenburger Infrastruktur-Standard für den Rad und Fußverkehr mit folgenden Kennzeichen:

  • sicher und fehlertolerant
  • komfortabel und bequem
  • intuitiv und logisch
  • barrierefrei und Orientierung bietend
  • Intuitiv für alle Bevölkerungsgruppen (vom Kind bis zu Hochaltrigen)
  • grün (kein Baum fällt dem Radweg zum Opfer)
  • zum Wohlfühlen

Ein Vorbild: Der Berlin-Standard ist das Ergebnis des Radentscheides und setzt neue Maßstäbe. Mit einer attraktiven Infrastruktur sollen viele Menschen aufs Rad gelockt werden, unabhängig von Alter, Erfahrung und Fahrweise.

Schnell ein schnelles Radschnellwegenetz

Heute unsicher, langsam, unkomfortabel und kein Spaß: Der Weg vom Zentrum in die Stadtrandgebiete und das Umland - und umgekehrt. Für eine Fahrrad- und Einpendler*innen-Stadt wie OL unerlässlich:

  • Ausweisung und Ausbau eines sternförmigen Radschnellwegenetzes vom Zentrum aus ins Umland
  • Ergänzt durch Ringsysteme:
    • entlang / parallel zum Autobahnring
    • entlang / auf dem Innenstadt-Wall
  • breit, kreuzungsarm, glatt, eindeutig markiert
bessere Öffis

2. ein schnelles, flexibles und kostengünstiges Bus- und Bahnangebot, das individuelle Fahrwünsche berücksichtigt.

Wir brauchen viel mehr Öffis, auch andere...

Das Rückrat der Mobilität für alle

Das Rad kann viel, aber nicht alle können Rad! Der ÖPNV ist Grundversorgung pur. das Oldenburger Bussystem ist etabliert, auch einen Verkehrswandel ist das Angebot und die Kapazität nicht ausgerichtet. Deshalb sind weitere Angebot unabdingbar, vor allem auf der Schiene. Wir fordern:

  • Angebot eines Stadtzuges auf bestehenden Bahngleisen, mit alten (Reaktivierung) und neuen Bahnhöfen im Stadtgebiet.
  • Prüfung neuer Öffi-Formen vor allem auch als Verbindung des Zentrums mit den Übergängen zum Umland (P+R+B). Wir denken an Kleinbusse, Straßenbahnen, Seilbahn und Sessellift. Eine U-Bahn erscheint selbst uns nicht realistisch, und auch nicht zielführend. Öffis müssen sichtbar sein.

Flexibel und günstig

Als echte Alternative zum PKW erfüllt ein moderner ÖPNV individuelle Fahrwünsche unabhängig von festen Haltestellen und Linien, starren Fahrplänen und Umsteigepunkten. Umsonst ist er nicht.

  • Bus on demand ergänzt ein leistungsfähiges Liniensystem
  • günstige Zeitkarten, z.B. Jahresticket für 182,50 (=0,50 Euro / Tag)
  • Angebot eines Stadtzuges auf den bestehenden DB-Gleisen, mit alten (Reaktivierung) und neuen Bahnhöfen
  • ...
Flächengerechtigkeit

3. mehr Flächengerechtigkeit: Mehr öffentlichen Raum für Begegnung und Grün und weniger Platzverbrauch durch parkende Autos.

Flächengerechtigkeit für den Umweltverbund!

Ungleichheiten neu priorisieren

Der städtische Raum ist begrenzt. Die Flächenkonkurrenz im Verkehr kann nur durch Neuverteilung gelöst werden. Auch mehr gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis reichen nicht aus. Wir fordern Flächengerechtigkeit für alle!

Aktuelle steht dem PKW die meiste Fläche zur Verfügung. Daten für OL haben wir keine, aber in Berlin haben sie gemessen > Flächengerechtigkeitsreport Berlin. Zentrales Ergebnis: Dem PKW stehen fast 20 Mal mehr Fläche zur Verfügung als dem Radverkehr!Der Raum muss neu aufgeteilt werden, zugunsten adäquater Angebote für den Umweltverbund.

Mit einer neuen Flächengerechtigkeit geht auch eine höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt einher. Diese kommt auch Autofahrer*innen zu Gute.

Parkplätze machen Platz

Es gibt (schon jetzt) kein Recht auf Parken im öffentlichen Raum! Der öffentliche Raum ist für alle da, Straßen sind öffentlicher Raum. Wir fordern weniger Parkplätze auf öffentlichen Straßen:

  • Neue Parkenregeln innerhalb des Autobahnrings:
    • Kurzeitparken gratis (max. 15 Min.) fürs Be-/Entladen, hohe Bußgelder bei Missachtung (100 Euro+) > Vorbild Pontevedra
    • für Anwohner*innen mit Jahres-Parkausweis für z.B. 730 Euro (= 2 Euro/Tag bzw. ausreichend teuer)
  • Vorhandene (Innenstadt-)Parkplätze reduzieren um X (Quantifizierung folgt)
  • Parkplätze zu Marktplätzen: Stadtteilzentren zu sozialen / kulturellen Zentren weiterentwickeln (statt Supermarktparkplätze)
  • Einrichtung von zentralen Viertel-Parkhäusern
  • Reduzierung der PKW-pro Kopf von 0,52 auf 0,25 bis 2029 (Stand jetzt s. hier)
Stadt-Umland-Anbindung

4. eine attraktive Stadt-Umland-Anbindung: P+R-Parkplätze an den Stadtgrenzen mit direkten und schnellen Shuttle- und Radanbindung ins Zentrum und in die Stadtteile.

Es geht nicht ohne Mobilitäts-Hubs am Stadtrand!

P+R+B-Übergänge zur Stadt-Umland-Anbindung

Oldenburg soll einladend bleiben. Auf dem Land geht es oft nicht ohne Auto. Deshalb brauchen wir Umstiegsplätze am Stadtrand oder/und sogar schon in den umliegenden Orten. Dort fordern wir:

  • Pakt+Ride+Bike - Parkplätze als Mobilitätsstationen für alle Wege aus und ins Umland
  • mit kurz getakteten Shuttle-Busse in das Zentrum
  • mit Radverleih und entsprechende Pendants auch im Zentrum (mit dem flotten E-Bike ins Zentrum, mit dem Lastenräder zurück)
  • mit Anbindung an das Radschnellwegesystem ins Zentrum
  • mit Carsharingstation für den Ausflug ins Umland
  • kostenfrei, wettergeschützt, bewacht und mit Serviceangeboten
intermodal verknüpfte Mobilitätsangebote

5. mehr Unabhängigkeit durch intermodal verknüpfte Mobilitätsangebote: Für jeden Weg die passende Kombination öffentlicher und privater Verkehrsmittel wie Car- und Bikesharing.

Wir fordern mehr Zusammenzudenken!

Mobilpunkte einrichten

Das Fahrrad ist das zentrale Verkehrsmittel für einen konsequenten Verkehrswandel in Oldenburg. Nichts aber geht ohne den Fußverkehr und manches nicht ohne den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) oder ein Carsharing-Auto. Deshalb gilt es unserer Meinung nach immer, den alle Mobilitätsangebote zusammenzudenken. Denn in der Kombination liegt der Schlüssel:

Mobilpunkte / Mobilitätsstationen sind innenstadtnah gelegene Standorte, an denen zwischen verschiedenen Mobilitätsformen gewechselt werden kann, also eine Kombination von Verleih-, Abstell, und Serviceangeboten für:

  • Öffis (Bus, Bahn, Taxi)
  • Rad (Transportrad, Pedelec,... )
  • Carsharing
  • Leichtmobilität: Roller und Scooter,...
  • und mit PKW-Stellplätzen als P+R+B - Platz für alle Wege  vom und ins Umland

Geteilte Autonutzung

Manchmal muss ein Auto her, nicht immer können die Verkehrsmittel des Umweltverbunds alle Mobilitätsanforderungen erfüllen. Dafür kann die geteilte Autonutzung, also Carsharing, die hochwertigen Fuß- Rad und Busangebote ergänzen:

  • Stationen in allen Quartieren
  • ein ausreichender und gut ausgelasteter Fahrzeugpark
  • eine moderne und emissionsarme Fahrzeigflotte
schnellen Bus-, Notfall-, Versorgungs- und Wirtschaftsverkehr

6. weniger privaten PKW-Verkehr - und damit die Beschleunigung für Fuß, Rad, Bus, für Notfall- und Versorgungsverkehr sowie mehr Platz für Handwerk und Dienstleistung

Keine Platzverschwendung auf Kosten der Lebensqualität!

Private Autos filtern

Die Attraktivität des PKW-Verkehr reduzieren, die für Fuß, Rad und ÖPNV steigern:

  • Zonierung der Stadt zur Filterung nach Verkehrsmittel: Fuß und Rad kommt durch, der Motorisierte Individualverkehr (MIV) fährt Umwege
  • nach Groninger Vorbild, aber in größeren Gebieten
  • mit "Furten" für den ÖPNV, Not- und Versorgungsfahrzeuge (Blaulicht, Müllabfuhr, etc.), z.B.: versenkbare Poller (gibt es, auch ferngesteuert)
  • Mit Logistik-Buchten für Handwerk und Lieferdienste 
Rücksichtnahme und Kontrolle

7. ein Mobilitätsangebot, das gegenseitige Rücksichtnahme erleichtert und Spaß macht.

Voraussetzungen für Rücksichtnahme schaffen!

Ein Tempolimit für alle

Rücksichtnahme fordern nicht nur wir, sondern auch die Straßenverkehrsordnung (§1). Damit aber alle auf alle Rücksicht nehmen können, darf das Tempo aller nicht zu unterschiedlich sein. Deshalb:

  • Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet
  • schnell umzusetzen, ggf. vorerst innerhalb des Autobahnrings
  • ein riesiger Schritt zur Umsetzung der "vision zero" (keine Verkehrstoten)

Polizei und Ordnungsamt aufs Rad

  • Einrichtung von Fahrradstaffeln zum Schutz der sogenannten "schwächeren" Verkehrsteilnehmer*innen
  • Kommunikation auf Augenhöhe
mehr Verwaltungskapazität

8. eine adäquate personelle und finanzielle Ausstattung der Verwaltung zur Umsetzung des Verkehrswandels.

Kapazitäten schaffen, damit der Wandel kommen kann!

Städtisches Verkehrswandelmanagement

Personal- / Sach- und Finanzkapazitäten für ein städtisches Verkehrswandelmanagement:

  • Erweiterung des städtischen "Team Rad" zu einem "Fachbereich Verkehrswandel"

Eine Verwaltung als Vorbild

  • Gleich- oder Besserstellung des Kilometergeldes für Dienstwege städtischer Mitarbeiter*innen per Rad.
  • Bislang erhalten sie 5 Cent pro Radkilometer und 30 pro PKW-Kilometer. Wie wäre es mit 60 Cent für den Radkilometer?
  • Zur Finanzierung, es fallen mit dem Rad keine Parkgebühren an.
  • So wird die Stadt ein glaubhaftes Vorbild für alle Unternehmen und Organisationen

Stellplatzpflicht abschaffen

Diskussion auf Augenhöhe

9. eine sachliche Diskussion auf Augenhöhe und frei von Ressentiments.

Wir fordern Umsicht!

Etablierung eines neuen Planungsstandards („Umweltverbundverträglichkeitsprüfung“):

  • Prüfung und Anpassung aller stadt-, verkehrsplanerischen und raumwirksamen Maßnahmen auf Auswirkungen auf die „Schwachen“ (Fuß, Rad, Bus)
  • Es heißt jetzt: G[OL]D-Standard für den Umweltverbund!
Experimente wagen

10. Mut und Willen, den Verkehrswandel engagiert, konsequent und schnell voranzutreiben. Dabei sind neue Modelle zu erproben und kreativ weiterzuentwickeln.

Wir fordern Mut!

Ergebnisverbesserung im ADFC-Fahrradklima-Test:

  • Note Oldenburg 2018: 3,54
    • Platz 3 unter den Städten von 100.000-200.000 Einwohner*innen
    • = Verschlechterung der Note zu 2016: 3,50
  • Zielnote 2028: mind. eine 2,5

 

 

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Was uns antreibt

Wir wollen mehr Raum und bessere Bedingungen für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und den ÖPNV. Das geht nur mit Einschränkungen für das Auto - nicht für Autofahrer*innen! Der verfügbare Verkehrsraum ist begrenzt, die Anforderungen an Mobilität nehmen zu. Und darin liegt die Chance. Uns begeistert die Idee von einem wirklich lebenswerten, modernen und mobilen Oldenburg für uns alle!

Wir wünschen uns ein Oldenburg...

  • mit einer Verkehrsinfrastruktur, die umweltfreundliche, sichere und gesunde Mobilitätsformen zur allerersten Wahl macht. So wird der individuelle Autoverkehr weitgehend überflüssig.
  • in dem sich alle Altersgruppen sicher, selbstständig und mit Freude bewegen. Ein Oldenburg, in dem Kinder allein zur Schule gehen und allen Mobilitätseingeschränkten die Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben möglich ist.
  • mit hoher Lebensqualität für die Stadtgesellschaft und einladend für alle aus dem Umland.
  • in dem der Verkehrswandel konsequent verfolgt wird: Und zwar heute und nicht erst übermorgen.